Von Fruchtfliegen und Trauermücken

Wer kennt sie nicht, diese unangenehmen Besucher? Meistens im Sommer schwirren sie über dem Obst und gerne auch in der Nähe der beliebten Biotonnen. Sie scheinen sich rasend zu vermehren und meistens hilft nur, das Obst schnell zu entsorgen.

Was aber, wenn auf einmal im Büro oder im Wohnzimmer vermehrt die kleinen Plagegeister auftreten, obwohl weder Sommer ist, noch irgendwo altes Obst herumliegt?

Auf den ersten Blick könnte man meinen, es handelt sich hier um die gleiche Frucht-, Obst, Gär-, Most-, oder Essigfliege, je nachdem wie sie regional genannt wird, die nun auch die Erdpflanzen bevölkert. Genau betrachtet handelt es sich aber um zwei verschiedene Arten von Fliegen.

Die um Ihr Obst herumkreist ist die Taufliegen. Die, die Ihre Zimmerpflanzen zuhause oder Ihre Büropflanzen in der Firma bewohnt, ist die Larve der Trauermücke.

Die Taufliegen verschwinden meist schnell, wenn das Obst entsorgt wurde, bei den Trauermücke ist es leider nicht so einfach.

Wo kommen die Trauermücken her?

Die Weibchen legen ihre Eier vorzugsweise in feuchte Erde. Sie kommen häufig beim Lüften durchs Fenster herein oder werden durch verunreinigtes Substrat (Pflanzerde) eingeschleppt. Kleine Wassersammelstellen wie Pfützen, in den auf dem Balkon aufbewahrten Pflanzentöpfen, dienen der Verbreitung der Trauermücken. Unzureichend behandeltes, oder falsch gelagertes Substrat (Pflanzerde), liefert meist genug Trauermückeneier frei Haus.

Ist die Erde Ihrer Topfpflanze häufig feucht oder gar dauernass, ist es, neben dem zusätzlichen Problem der Wurzelfäule, für die Trauermückenweibchen ein leichtes die optimale Brutstätte für ihre Eier zu finden.

Sie minimieren das Risiko, wenn sie die oberen Erdschichten Ihre Zimmerpflanzen zuweilen auch mal trocken werden lassen. Keine Angst vor Austrocknung, je nach Größe des Topfes ist in Wurzelnähe meist noch genug Feuchtigkeit vorhanden. Nebenbei bemerkt, sind große Töpfe meistens eh sehr praktisch, da sie die Gießintervalle vergrößern und außerhalb des Sommers auch mal zwei Wochen Urlaub gestatten.

Schaden die Trauermücken?

Die Trauermücken, die sie sehen können, schaden hauptsächlich dem Wohlbefinden im Raum und verbreiten sich auf benachbarte Erdpflanzen, wenn nicht etwas unternommen wird.

Was aber passiert bei den Grünpflanzen?

Hier sind es die Larven der Trauermücken, die sich über die Wurzeln her machen und damit Schaden anrichten. Wenn es bei älteren Pflanzen zu weniger stark sichtbaren Schäden kommt, sieht es bei Jungpflanzen schlimmer aus. Die jungen zarten Wurzeln sind es, die den Larven besonders gut schmecken.

 

Wie werde ich sie wieder los?

Am besten umweltbewust, mit Nützlingen, den natürlichen Fressfeinden der Trauermückenlarven, den Nematoden Steinernema feltiae. Die Nematoden werden in den Boden gegeben und vermehren sich dort, solange es Trauermückenlarven gibt.

Vorbeugend können Sie darauf achten, Ihre Erdpflanzen nicht zu nass zu halten, sondern mit dem Gießen solange zu warten bis die obersten Erdschichten abgetrocknet sind. Die Fingerprobe hilft hier.

 

Bei Fragen helfen wir gerne weiter.

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